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X. Orchideen

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Allgemeine Hinweise für die Vermehrung und Pflege von
Orchideen
 
(Viele Tipps aus der Erfahrung)
 
 
  
 
Pflege von Orchideen
 
Allgemeines und Wachstumsbedingungen
 
Preise
Orchideen sind relativ teuer. So kosten z.Z. bei Blume 2000 z.B. Phalaenopsis mit einem Blütenstiel 9,99 € und mit 2 Blütenstielen 14,99 €.
Exemplare mit 3 Blütenstielen wurden meines Wissens noch nicht angeboten.
 
Blühdauer
Für den relativ hohen Preis erfreuen sie
· erstens mit einer exotischen Form- und Farbenpracht und
· zweitens mit einer oft ungewöhnlich langen Blühdauer.
 
      Mein Spitzenreiter ist eine Phalaenopsis die 9 Monate lang geblüht hat.
      Sie hatte sogar 2 Blütenstiele mit insgesamt 85 Blüten. (s. Abb. 1)          
 
      Nach einem vollständigen Rückschnitt - sie sollte sich erholen - hat sie ein
      Vierteljahr später sogar 3 Blütensttiele gebildet, was sehr ungewöhnlich ist.
      (s. Abb. 2)                                         
 
                              
 
Abb. 1 Phalaenopsis mit 2 Stielen                Abb. 2 Phalaenopsis mit 3 Stielen
 
Luftfeuchtigkeit
Sie soll möglichst hoch und gleichmäßig sein (siehe auch unter Pflege in der Orchideen-Wanne).
Eine hohe Luftfeuchtigkeit behindert auch das Ausbreiten der lästigen Schildläuse.
 
Lichtverhältnisse
Die meisten Orchideen sind an einen 12-Stunden-Rhythmus gewöhnt.
Da die meisten Orchideen Epiphyten sind - also in Astgabeln großer Bäume leben -
benötigen sie und vertragen auch nur fahles gedämpftes Licht.
Epiphyten sind Pflanzen, die auf anderen Pflanzen - besonders Bäumen - wachsen, ohne diesen Nährstoff zu entziehen wie es Schmarotzer tun. Bei uns sind es überwiegend Moose und Flechten, in tropischen Zonen auch Orchideen.
Die Sorte Phalaenopsis hat man inzwischen an Sonnenlicht gewöhnt, so dass sie auch an der Südseite pralles Sonnenlicht verträgt.
 
Nährstoffe und Düngung
Am besten ist es, wenn man die Nährstoffe mit dem Gießwasser zuführt.
Verwenden Sie organischen Dünger, z.B. Guano. Manche empfehlen die Hälfte der Konzentration der üblichen Menge. Ich verwende zum Gießen und Düngen Wasser aus einem Süßwasser-Aquarium. (Das Wasser im Aquarium muss ja sowieso von Zeit zu Zeit gewechselt werden. Das fehlende Wasser im Aquarium wird durch Leitungswasser ersetzt.)
 
Substrate
Verwenden Sie die käuflichen Substrate. Sie enthalten ein Gemisch aus Rinde, Styropor und Schaumstoff. Sie können auch das gereinigte Substrat anderer Pflanzen verwenden.
 
Wasserbedarf
Gießen Sie regelmäßig und ausgiebig - das überschüssige Wasser fließt in die Orchideen-Wanne.
 
· Intervalle
     Nach spätestens 2 Jahren sollten Sie die Orchideen umtopfen.
     Sie können auch nach der Blüte den Orchideentopf mehrmals in einen Eimer tauchen, um
     das feinkörnige Substrat oder den verschlammten Rindenmulch auszutauschen. Sie
     werden staunen, was sich für Schlamm gebildet hat. Nach dem Tauchen schließlich neue
     Substratteilchen zugeben und so die verrotteten Teilchen ersetzen.
 
· Vorsicht mit den Wurzeln
     Entfernen Sie das alte Substrat vorsichtig von den Wurzeln. Geben Sie es in ein Gefäß und füllen Sie dieses
     Gefäß mit Wasser, damit sich das verbrauchte feinkörnige Substrat oder das verschlammte Rindenmulch
     lösen kann. Sie können so das gereinigte Substrat wieder verwenden. Geben sie die Pflane vorsichtig mit
     den ungeknickten Wurzeln in ein neues Gefäß. Drehen Sie dabei die ganze Pflanze, damit die einst
     überstehenden Wurzeln wieder in den Topf gelangen ohne zu knicken oder gar abzubrechen.
 
· Das neue Gefäß
      Sie müssen nicht unbedingt die fast durchsichtigen weißen Ochideentöpfe verwenden
      - die stabileren braunen Blumentöpfe tun es auch.
      Verwenden sie dann niedrige Töpfe z.B. der Größe 12 C also 12 C oder sogar 12 D - die sind noch niedriger.
      Dann ragen die Töpfe nicht so aus der Orchideen-Wanne. (siehe unter Orchideen-Wanne).
      Auf Nachfrage erklären Ihnen Orchideen-Händler, dass man deshalb fast durchsichtige Töpfe nimmt, damit nicht nur die Blätter
       sondern auch die Wurzeln der meisten Orchideen (z.B. Phalaenopsis) mit ihrem Chlorophyll (= Blattgrün) Photosynthese betreiben
       und dadurch die Pflanzen besser wachsen.
 
· Das neue Substrat
      Füllen sie die Lücken zwischen den Wurzeln mit neuem oder gereinigtem Substrat vollständig auf,
      dabei etwas schütteln.
      Orchideensubstrate kann man in Fachgeschäften in kleinen Portionen kaufen.
 
 
Durchzuführende Arbeiten und Arbeitsaufwand
 
Orchideen machen relativ wenig Arbeit. Hier trotzdem einige Hinweise:
 
· Gießen
      Sie müssen vielleicht zweimal in der Woche gießen.
 
· Schildläuse
      Sie sollten besonders auf Schildläuse achten.
      Dagegen hilft ein Besprühen mit "Unden" von Bayer. Bitte im Freien verwenden und die Gebrauchsanweisung
      genau einhalten. Selbst wenn ein Tropfen auf die Wurzeln kommt, schadet es der Pflanze nicht.
 
· Schneiden des Blütenstiels
      Nach der Blüte haben Sie 2 Möglichkeiten:
      Sie können der Pflanze eine Ruhepause gönnen, dann müssen Sie den Blütenstiel unten abschneiden.
      Sie können aber auch den Blütenstiel so kürzen, dass 3 Segmente mit Blattansätzen stehen bleiben,
      aus denen sich (sehr selten) Kindel entwickeln können oder aber (was fast immer geschieht)
      ein neuer Blütenstiel als Abzweigung vom ersten Blütenstiel entwickelt.
      Durch diese Variante können Sie der Pflanze in kurzer Zeit zu neuer Blüte zu verhelfen.
 
· Entfernen von verschlammtem Rindenmulch
      Nach einem Jahr durchspülen, um das verschlammte Rindenmulch zu entfernen.
 
· Umtopfen
      Nach 2 Jahren umtopfen.
 
 
Die Pflege von Orchideen in der Orchideen-Wanne
 
Eine Orchideen-Wanne soll gleich mehrere Funktionen erfüllen:
 
· Luftfeuchtigkeit
      Die Orchideen-Wanne soll eine möglichst gleichmäßige und relativ hohe Luftfeuchtigkeit auf einfache
      Weise dauerhaft und ohne großen Aufwand gewährleisten. die Pflanzen stehen mit ihren Wurzeln
      trotzdem nicht im Wasser. Füllen sie die Wanne so hoch mit Wasser, wie es der Höhe des Einsatzes
      entspricht und die Töpfe nicht im Wasser stehen. Das oft empfohlene Übersprühen der Orchideen-Blätter
      macht jeden Tag Arbeit und hinterläßt unschöne Kalkränder; es sei denn, Sie verwenden Regenwasser,
      destilliertes oder entmineralisiertes Wasser.
 
· Änderung des Orchideen-Arrangements
     Die Wanne soll jedereit eine einfache und unkomplizierte Änderung des Arrangements ermöglichen.
     Sie brauchen nicht die passenden Übertöpfe suchen und umstellen.
 
· Gießen
     Die Wanne erleichtert das Gießen. Sie brauchen beim Gießen keine besondere Sorgfalt zu geben und
     können getrost daneben gießen; das überschüssige Wasser fließt eben in die Wanne.
 
· Größe der Wanne:
      Länge:  65 cm
      Breite:  35 cm
      Höhe:     8 cm
· Farbe: Lind-grün
 
Dies ist eine Wanne aus der Kleintierhaltung, die ich auf einem Flohmarkt gekauft habe.
(siehe Abb. 3)
 
 
 
Es gibt auch Orchideen-Wannen als solche zu kaufen. So bietet z.B. die Firma Hoklatherm
Orchideen-Wannen unter der Bezeichnung "Fensterbank für Orchideen" an. (www.hoklatherm.de)
Eine Fensterbankschale mit den Maßen 70 cm x 30 cm kostete mit Gitterrost 19 € und mit
den Maßen 60 cm x 15 cm it Gitterrost 10 €. Sie sind auch ohne Gitterrost erhältlich.
(Die Angaben stammen aus einem Katalog von 2000.)
 
· Das Innenteil der Wanne
     Es besteht aus einem Kunststoffgitter, das selbst aus Ringen besteht und ca. 1 cm dick ist.
     Dieser 1 cm gibt die Höhe des Wasserstands in der Wanne vor.
 
· Aufstellen der Orchideen-Wanne
     Wenn die Wanne auf einer (Blumen-)Fensterbank steht, unter der sich ein Heizkörper befindet,
     sollten Sie Abstandhalter zwischen Wanne und Fensterbank anbringen.
     Ich verwende einfach 3 bis 4 Holzstäbchen von Sylvesterraketen.
 
· Dekoration
     Da die Orchideentöpfe meist viel größer sind als die Höhe der Wanne, empfiehlt es sich, vorn mehrere
     kleine Töpfe z.B. mit Bubiköpfchen hinzustellen; sie verdecken die Orchideentöpfe.
     (siehe auch Abb. 3 eine meiner Wannen).
     Ich habe vorn Bubiköpfchen in Töpfen der Größe 9 zu stehen.
     Der Nachteil: Sie brauchen in der Wanne einen eigenen Untersetzer, weil das Gießwasser sonst
     Erde mit in die Wanne spült.
 
· Besonderer Tipp
     Setzen Sie einige Wasserflöhe (vielleicht 6 Stück) in die Wanne.
     Das bringt etliche Vorteile:
     1. Die Wasserflöhe können als Indikator dienen:
         · Wenn sie sich stark vermehren, ist das Wasser zu nährstoff- und mineralreich.
         · Wenn sie alle absterben, stimmt etwas mit dem Wasser nicht. Wechseln Sie es aus.
           (Schräglage herstellen und mit einem Aquarienschlauch in einen Eimer absaugen.
           Die Orchideen können so in der Wanne bleiben.)
     2. Das Vorhandensein von Wasserflöhen verhindert, dass sich Mückenlarven bilden,
         die sich dann zu Mücken entwickeln. Und das im guten Wohnzimmer!
 
Vermehrung von Orchideen
 
· Meristem-Bildung
     Sie erfolgt über das Gewebe der Pflanze selbst.
     Das ist nur etwas für Labore mit den entsprechenden technischen Voraussetzungen,
     die Sterilität gewährleisten.
 
· Vegetative Vermehrung
  · Bildung von Kindeln          
    z.B. bei Phalaenopsis
  · Bildung von Ausläufern      
    bei mehreren Arten von Frauenschuh sowohl bei einheimischen als auch exotischen Sorten.
    (siehe Abbildungen 4, 5, 5und 7)
 
 
  Abb.4                              Abb. 5  
 
                          Paphiopedium als Zimmerpflanze                       Cypripedium calceolus in einem Garten in Berlin
 
 
Abb. 6                  Abb. 7
 
                    Cypripedium calceolus in einem Garten in Bayeuth        Cypripedium calceolus in einem Garten in Berlin
 
 
Samen
 
· Schwierigkeiten
     Hier sind die Voraussetzungen äußerst schwerig.
     Die Samen sind erstens sehr klein und staubfein!
     Fast alle Orchideen bilden massenhaft Samen Aber wenn viele Samen gebildet werden, ist das immer
     ein Hinweis, dass eben viele Samen erforderlich sind um die Art zu erhalten.
     Außerdem haben die Samen keine Nährstoffe, wie z.B. Getreide oder Kürbisse,
     sondern nur Keimpotential.
     Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass ein ganz bestimmter Pilz im Boden vorhanden sein
     muss, damit er die Nährstoffe dem Keimling zuführen kann.
 
· Bletilla striata
     Eine Ausnahme ist wohl Bletilla striata - eine japanische Erd-Orchidee -, die auch für das Freiland
     in geschützten Lagen geeignet ist. Sie produziert nach der Blüte Samen in einer Samenschote.
     Diese Samen haben wohl als einzige Orchideen Nährstoffe im Samen.
     Ich habe den Samen auf die Erde einer im schwach beheizten Gewächshaus bei Temperaturen
     zwischen 6 °C bis 10 °C gestreut. Mal sehen ob sich etwas tut!
 
· Autragszüchtung
     Ein Institut in Berlin produziert im Auftrag aus Samen Jungpflanzen.
     Es besteht aber eine Abnahmeverpflichtung für alle Pflanzen! Das kann bedeuten,
     dass Sie mehrere hundert Jungpflanzen abnehmen müssen.
     Die Samenschoten sollen noch geschlossen sein.
     Die Adresse:
             "In-vitro-tec GmbH" in Berlin
             Alleee der kosmonauten 16
             Fax:  030 5422057
             Tel.:  030 549998-0
             Meine Ansprechpartnerin war damals Frau Dr. Bayer
 
 
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